Starenkasten & Blitzersäule: So messen feste Blitzer
Der graue Kasten am Straßenrand oder die schlanke Säule an der Kreuzung: Fest installierte Blitzer kennt jeder. Welche Technik darin steckt, sieht man ihnen aber nicht an – und genau davon hängt ab, wo man bei einer Prüfung ansetzt.
Auf einen Blick
Woher der Name kommt
„Starenkasten“ heißt der klassische fest installierte Blitzer, weil das Gehäuse an einen Nistkasten für Vögel erinnert. Das Wort ist heute ein Sammelbegriff für alle stationären Blitzer im Kastenformat.
Was im Kasten steckt
Von außen sieht man es nicht, aber die Technik unterscheidet sich stark:
- Sensoren in der Fahrbahn: Schmale Schnitte quer über die Straße vor dem Kasten verraten Piezosensoren oder Induktionsschleifen – etwa beim TraffiStar S330. Mehr beim Sensorblitzer.
- Radar: Ältere Starenkästen messen mit Radar. Siehe Radarblitzer.
- Laser: Die modernen, schlanken Blitzersäulen arbeiten meist mit Laserscannern wie dem TraffiStar S350 oder dem stationären PoliScan. Sie überwachen oft mehrere Fahrstreifen und beide Fahrtrichtungen.
Ist jeder Kasten scharf?
Nicht unbedingt. Manche Kommunen haben mehr Gehäuse als Messtechnik und wechseln die Geräte zwischen den Standorten. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht – ob gerade gemessen wird, ist von außen nicht zu erkennen. Viele feste Standorte finden Sie in unserer Übersicht der Blitzer-Standorte.
Typische Prüfpunkte
- Eichung: Auch feste Anlagen müssen jährlich geeicht werden.
- Wartung und Eingriffe: Reparaturen oder Umbauten müssen dokumentiert sein; danach ist eine neue Eichung nötig.
- Fahrbahnzustand: Bei Sensoranlagen beeinflussen Schäden im Asphalt die Messung.
- Zuordnung: Gerade bei Säulen, die mehrere Fahrstreifen überwachen, muss eindeutig sein, welches Fahrzeug gemessen wurde.
- Beschilderung: Das Tempolimit muss vor dem Blitzer ordnungsgemäß angeordnet und erkennbar sein.
Weitere Blitzerarten & Geräte
- ÜbersichtAlle Blitzerarten & MessgeräteWie gemessen wird, welche Geräte es gibt und wo die Fehler liegen.
- BlitzerartLaserblitzerLaserscanner und Laserpistole: Messung über die Laufzeit von Lichtimpulsen.
- BlitzerartLichtschrankeMehrere Lichtsensoren messen die Zeit, die ein Fahrzeug zwischen ihnen braucht.
- BlitzerartRadarblitzerDer Klassiker: Messung über die Frequenzverschiebung reflektierter Radarwellen.
- BlitzerartSensorblitzerPiezosensoren oder Induktionsschleifen in der Fahrbahn – stationär und unsichtbar.
- BlitzerartVideomessungNachfahren mit Video im Polizeifahrzeug und Abstandsmessung von der Brücke.
Häufige Fragen zum Starenkasten
Warum heißt der Blitzer Starenkasten?
Weil das Gehäuse an einen Nistkasten für Stare erinnert. Heute wird der Begriff für alle fest installierten Blitzer im Kastenformat verwendet.
Wie messen fest installierte Blitzer?
Je nach Anlage mit Sensoren in der Fahrbahn, mit Radar oder – bei modernen Säulen – mit Laser.
Ist in jedem Starenkasten eine Kamera?
Nicht immer. Manche Kommunen wechseln die Technik zwischen mehreren Gehäusen. Ob gerade gemessen wird, ist von außen nicht zu erkennen.
Blitzen feste Blitzer in beide Richtungen?
Moderne Blitzersäulen können beide Fahrtrichtungen und mehrere Fahrstreifen überwachen. Ältere Kästen messen meist nur in eine Richtung.
Kann man gegen einen festen Blitzer Einspruch einlegen?
Ja. Eichung, Wartung, Zuordnung und Beschilderung sind auch bei festen Anlagen Ansatzpunkte. Das zeigt die Akte.