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Blitzerarten · Technik

Lichtschranke: So messen ES 3.0 und ES 8.0

Von Rechtsanwalt Andreas Junge Stand:

Der kleine Kasten auf einem Stativ direkt am Fahrbahnrand, daneben die Kamera: Das ist meist ein Einseitensensor von ESO, umgangssprachlich „Lichtschranke“ genannt. Er gehört zu den häufigsten mobilen Blitzern in Deutschland – und hat seine eigenen Prüfpunkte.

Auf einen Blick

5 Sensorenoptische Sensoren nebeneinander am Fahrbahnrand
Weg ÷ Zeitaus Sensorabstand und Zeit ergibt sich das Tempo
Fotolinieeiner der wichtigsten Prüfpunkte

So funktioniert die „Lichtschranke“

Streng genommen ist das Gerät keine Lichtschranke mit Sender und Empfänger auf beiden Straßenseiten, sondern ein Einseitensensor: Alle Sensoren stehen in einem Gehäuse auf einer Seite der Fahrbahn. Sie registrieren die Helligkeitsveränderung, wenn ein Fahrzeug an ihnen vorbeifährt. Weil der Abstand zwischen den Sensoren genau bekannt ist, lässt sich aus der Zeit zwischen den Signalen die Geschwindigkeit berechnen.

Beim ES 3.0 sind es fünf Sensorköpfe: drei stehen rechtwinklig zur Fahrbahn und messen die Geschwindigkeit, zwei sind leicht schräg ausgerichtet und ermitteln den Abstand des Fahrzeugs zum Gerät. Eine Messung gilt nur, wenn die Sensoren in der richtigen Reihenfolge auslösen und die Teilmessungen zusammenpassen.

Die Fotolinie

Beim Aufbau markiert der Messbeamte die sogenannte Fotolinie, oft mit Pylonen auf der Fahrbahn, und macht davon ein Kontrollfoto. Sie zeigt, an welcher Stelle sich ein gemessenes Fahrzeug auf dem Beweisfoto befinden muss. Steht das Fahrzeug auf dem Foto deutlich vor oder hinter dieser Linie, ist die Zuordnung zweifelhaft. Fehlt die Dokumentation der Fotolinie, ist das ein häufiger Ansatzpunkt für die Verteidigung.

Lichtschranken: die Geräte

Typische Fehlerquellen

  • Fotolinie: nicht dokumentiert oder das Fahrzeug steht auf dem Foto nicht an der richtigen Stelle.
  • Aufstellung: Das Gerät muss parallel zur Fahrbahn ausgerichtet sein. Weicht es ab, stimmen die Messwerte nicht.
  • Standort: Steht das Gerät zu nah hinter einem Tempolimit-Schild, ist das ein Hinweis auf eine unfaire Messstelle. Viele Länder geben Mindestabstände vor.
  • Kamera: Das Beweisfoto muss mit der zugelassenen Hauptkamera entstehen, nicht nur mit einer zusätzlichen Funkkamera.
  • Eichung und Schulung: gültige Eichung, dokumentierter Funktionstest vor Ort und ein geschulter Messbeamter.

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Häufige Fragen zur Lichtschranke

Wie funktioniert ein Lichtschranken-Blitzer?

Mehrere optische Sensoren am Fahrbahnrand registrieren nacheinander die Helligkeitsveränderung, wenn ein Fahrzeug vorbeifährt. Aus dem bekannten Sensorabstand und der gemessenen Zeit ergibt sich die Geschwindigkeit.

Woran erkenne ich eine Lichtschranke?

An einem kleinen Kasten auf einem niedrigen Stativ direkt am Fahrbahnrand, meist mit einer separaten Kamera daneben oder in einem Fahrzeug. Die Geräte von ESO sind die bekanntesten.

Ist die Messung mit ES 3.0 zuverlässig?

Die Gerichte behandeln die Messung mit ES 3.0 und ES 8.0 als standardisiertes Messverfahren, wenn das Gerät nach der Gebrauchsanweisung aufgebaut und bedient wurde. Abweichungen davon – etwa bei der Fotolinie – sind der wichtigste Ansatzpunkt.

Was ist die Fotolinie?

Eine beim Aufbau markierte Linie auf der Fahrbahn, an der sich gemessene Fahrzeuge auf dem Beweisfoto befinden müssen. Sie stellt sicher, dass der Messwert dem richtigen Fahrzeug zugeordnet wird.

Wie viel Toleranz gibt es?

3 km/h bis 100 km/h, darüber 3 Prozent des Messwerts.