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Messgerät · Sensorblitzer

TraffiStar S330: Der Blitzer mit Sensoren im Asphalt

Von Rechtsanwalt Andreas Junge Stand:

Der TraffiStar S330 ist ein fest installierter Blitzer, der nicht mit Laser oder Radar misst, sondern mit Sensoren in der Fahrbahn. Wer schmale Schnitte im Asphalt vor einem Blitzerkasten sieht, hat ihn wahrscheinlich gefunden. Mit dem bekannteren S350 teilt er nur den Namen.

Steckbrief

Hersteller
Traffipax (heute Jenoptik)
Technik
Sensorblitzer mit drei Piezosensoren
Sensorabstand
etwa 1 Meter
Einsatz
nur stationär – die Sensoren liegen im Asphalt
Wartung
jährliche Eichung, regelmäßige Wartung
Nicht verwechseln
TraffiStar S350 – Laserscanner

So misst der TraffiStar S330

Im Messbereich sind drei Piezosensoren quer in die Fahrbahn eingelassen, jeweils etwa einen Meter voneinander entfernt. Überfährt ein Fahrzeug einen Sensor, erzeugt der Druck der Räder ein elektrisches Signal. Das Gerät misst die Zeiten zwischen den Signalen und berechnet daraus die Geschwindigkeit. Weil drei Sensoren überfahren werden, entstehen mehrere Teilmessungen, die sich gegenseitig kontrollieren. Ist das Fahrzeug zu schnell, löst die Kamera aus und fotografiert Fahrer und Kennzeichen.

S330 und S350: ähnlicher Name, andere Welt

Die Typenbezeichnungen stammen aus derselben Produktfamilie, die Technik nicht. Der TraffiStar S350 ist ein Laserscanner, der berührungslos von einer Säule aus misst und auch mobil eingesetzt werden kann. Der S330 braucht die Sensoren im Asphalt und ist deshalb immer fest installiert. Für die Verteidigung bedeutet das: Die Prüfpunkte sind völlig verschieden. Bei Ihrem Bescheid sollten Sie deshalb genau hinsehen, welches Gerät dort steht.

Typische Fehlerquellen

  • Defekte Sensoren: Ein beschädigter Piezosensor kann falsche Zeitwerte liefern.
  • Fahrbahnzustand: Risse, Spurrillen oder Flickstellen über den Sensoren beeinflussen die Messung.
  • Eichung und Wartung: Die Anlage muss jährlich geeicht und regelmäßig gewartet werden. Lücken in den Nachweisen sind ein Ansatzpunkt.
  • Zuordnung: Sind zwei Fahrzeuge auf dem Foto, muss feststehen, welches die Sensoren ausgelöst hat.

Die Gerichte behandeln Messungen mit Piezosensoren wie die des S330 grundsätzlich als standardisiertes Messverfahren. Sie prüfen die Messung also nur genauer, wenn es konkrete Hinweise auf einen Fehler gibt – etwa aus den Wartungsunterlagen oder dem Beweisfoto.

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Häufige Fragen zum TraffiStar S330

Wie misst der TraffiStar S330?

Über drei Piezosensoren, die im Abstand von etwa einem Meter quer in die Fahrbahn eingelassen sind. Das Gerät misst die Zeit, die ein Fahrzeug von Sensor zu Sensor braucht, und berechnet daraus die Geschwindigkeit.

Ist der TraffiStar S330 ein Laserblitzer?

Nein. Trotz des ähnlichen Namens hat er mit dem TraffiStar S350 technisch wenig gemein. Der S350 misst mit Laser von einer Säule aus, der S330 mit Sensoren im Asphalt.

Kann der TraffiStar S330 mobil eingesetzt werden?

Nein. Die Sensoren müssen in die Fahrbahn eingebaut werden. Der S330 ist deshalb immer eine fest installierte Anlage.

Welche Fehler kommen beim TraffiStar S330 vor?

Typisch sind beschädigte Sensoren, ein schlechter Fahrbahnzustand im Messbereich, fehlende Eichung oder Wartung und Probleme bei der Zuordnung, wenn zwei Fahrzeuge auf dem Foto sind.

Lohnt sich ein Einspruch?

Das hängt davon ab, was die Akte zeigt – vor allem Eichschein, Wartungsnachweise und das Beweisfoto. Lassen Sie das prüfen, bevor die Einspruchsfrist von zwei Wochen abläuft.