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Blitzerarten · Technik

Sensorblitzer: So messen Piezosensoren und Induktionsschleifen

Von Rechtsanwalt Andreas Junge Stand:

Manche Blitzer messen gar nicht mit Laser oder Radar, sondern über Sensoren im Asphalt. Die schmalen Schnitte quer über die Fahrbahn vor einem Starenkasten verraten sie. Diese Technik ist alt, aber bewährt – und sie hat ihre ganz eigenen Fehlerquellen.

Auf einen Blick

3 Sensorenim Abstand von etwa einem Meter
Weg ÷ Zeitergibt die Geschwindigkeit
nur stationärdie Sensoren liegen im Asphalt

Piezosensoren: Messung über Druck

Piezosensoren sind Kabel oder Streifen, die quer in die Fahrbahn eingelassen werden. Fährt ein Rad darüber, erzeugt der Druck eine kleine elektrische Spannung – der piezoelektrische Effekt. Bei Geschwindigkeitsmessungen liegen in der Regel drei Sensoren im Abstand von etwa einem Meter hintereinander. Aus der Zeit, die das Fahrzeug von einem zum nächsten braucht, berechnet das Gerät die Geschwindigkeit. Weil drei Sensoren überfahren werden, kann es die Teilmessungen miteinander vergleichen und unplausible Werte verwerfen.

Induktionsschleifen: Messung über Metall

Induktionsschleifen sind Drahtschleifen im Asphalt, durch die Strom fließt. Fährt ein Fahrzeug darüber, verändert seine Metallmasse das Magnetfeld – das Gerät erkennt, dass ein Fahrzeug da ist. Solche Schleifen steuern viele Ampeln und werden vor allem bei der Rotlichtüberwachung eingesetzt: Sie registrieren, wann ein Fahrzeug die Haltelinie überfährt. Mehr dazu beim Rotlichtverstoß.

Sensorblitzer: die Geräte

Typische Fehlerquellen

  • Defekte Sensoren: Sensoren im Asphalt sind Verkehr, Frost und Bauarbeiten ausgesetzt. Ein beschädigter Sensor kann zu falschen Werten führen.
  • Fahrbahnzustand: Risse, Spurrillen oder Flickstellen im Bereich der Sensoren können die Messung beeinflussen.
  • Wartung und Eichung: Die Anlagen müssen jährlich geeicht und regelmäßig gewartet werden. Fehlt ein Nachweis, ist das ein Ansatzpunkt.
  • Zuordnung: Sind zwei Fahrzeuge auf dem Foto, muss feststehen, welches gemessen wurde.

Weitere Blitzerarten & Geräte

Häufige Fragen zum Sensorblitzer

Wie funktioniert ein Blitzer mit Sensoren in der Fahrbahn?

In den Asphalt sind mehrere Sensoren im Abstand von etwa einem Meter eingelassen. Überfährt ein Fahrzeug sie, registriert das Gerät jeden Sensor einzeln. Aus der Zeit zwischen den Sensoren und ihrem bekannten Abstand ergibt sich die Geschwindigkeit.

Woran erkenne ich einen Sensorblitzer?

An schmalen, quer verlaufenden Streifen oder Schnitten im Asphalt kurz vor einem fest installierten Blitzer. Die Sensoren selbst sind meist kaum zu sehen.

Was ist der Unterschied zwischen Piezosensor und Induktionsschleife?

Ein Piezosensor reagiert auf Druck: Das Gewicht des Fahrzeugs erzeugt eine elektrische Spannung. Eine Induktionsschleife reagiert auf Metall: Das Fahrzeug verändert das Magnetfeld der Schleife. Induktionsschleifen werden vor allem an Ampeln eingesetzt, etwa zur Rotlichtüberwachung.

Kann ein Sensorblitzer falsch messen?

Ja, etwa wenn ein Sensor beschädigt ist, die Fahrbahn Risse oder Spurrillen hat oder die vorgeschriebene Wartung und Eichung fehlen. Auch zwei Fahrzeuge auf dem Foto können ein Hinweis auf eine fehlerhafte Zuordnung sein.

Gibt es mobile Sensorblitzer?

Nein. Weil die Sensoren in die Fahrbahn eingebaut werden, sind diese Anlagen immer stationär.