25 km/h zu schnell: Punkt, Bußgeld und Probezeit
25 km/h zu viel kosten innerorts 115 € und außerorts 100 €, dazu kommt ein Punkt in Flensburg. Ein Fahrverbot sieht der Katalog nicht vor – auch nicht nach der Wiederholungstäter-Regel. Die greift erst ab 26 km/h.
- 1 Punkt in Flensburg
- Kein Fahrverbot
- Gesamt mit Gebühren: 143,50 €
- 1 Punkt in Flensburg
- Kein Fahrverbot
- Gesamt mit Gebühren: 128,50 €
Regelsätze des Bußgeldkatalogs für Pkw und Motorrad, Ersttäter, fahrlässig. Gebühr: 5 % der Geldbuße, mindestens 25 €, plus 3,50 € Zustellung. Bis 55 € handelt es sich um ein Verwarnungsgeld ohne Gebühren.
Der Punkt und was er bedeutet
Ab 21 km/h gibt es einen Punkt, und bei 25 km/h bleibt es dabei. Er wird zweieinhalb Jahre nach Rechtskraft des Bescheids getilgt. Ein einzelner Punkt hat keine weiteren Folgen – wer aber schon Punkte gesammelt hat, sollte genauer hinsehen: Ab vier Punkten verschickt das Kraftfahrt-Bundesamt eine Ermahnung, ab sechs eine Verwarnung, bei acht ist der Führerschein weg. Mehr dazu im Punktekatalog.
Ein km/h vor der Wiederholungstäter-Regel
Spannend wird es bei 26 km/h. Wer innerhalb eines Jahres nach Rechtskraft eines Bescheids zweimal mit mindestens 26 km/h erwischt wird, bekommt in der Regel einen Monat Fahrverbot – mehr dazu bei 26 km/h zu schnell. Mit 25 km/h liegen Sie knapp darunter, die Regel greift hier nicht.
Probezeit: A-Verstoß
Für Fahranfänger ist ein Verstoß mit 25 km/h ein schwerwiegender A-Verstoß. Neben Bußgeld und Punkt ordnet die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar an, und die Probezeit verlängert sich von zwei auf vier Jahre. Ein zweiter A-Verstoß führt zu einer schriftlichen Verwarnung, ein dritter in der Regel zum Entzug der Fahrerlaubnis.
Welcher Messwert steckt dahinter?
Innerorts bei Tempo 50 entsprechen 78 km/h Messwert genau 25 km/h zu schnell. Auf einer Landstraße mit Tempo 100 sind es 129 km/h, weil oberhalb von 100 km/h drei Prozent abgezogen werden.
| Erlaubt | Gemessen | Nach Toleranz | Es gilt |
|---|---|---|---|
| 30 km/h | 58 km/h | 55 km/h | innerorts |
| 50 km/h | 78 km/h | 75 km/h | innerorts |
| 70 km/h | 98 km/h | 95 km/h | außerorts |
| 100 km/h | 129 km/h | 125 km/h | außerorts |
| 120 km/h | 150 km/h | 145 km/h | außerorts |
Toleranzabzug: bis 100 km/h Messwert 3 km/h, darüber 3 % (zu Ihren Gunsten aufgerundet). Ob innerorts oder außerorts gilt, hängt vom Ort ab – nicht vom Tempolimit.
Wann sich ein Einspruch lohnt
Bei 25 km/h geht es weniger um das Geld als um den Punkt – und für Fahranfänger um Seminar und Probezeit. Liegt der Wert nach einer Korrektur bei 20 km/h oder darunter, entfällt der Punkt. Ob die Messung sauber war, zeigt die Messakte: Eichung, Messprotokoll, Schulung des Messbeamten und Aufstellung des Geräts.
Was Sie jetzt tun sollten
- Anhörungsbogen: Pflicht sind nur die Angaben zur Person. Zum Vorwurf müssen Sie nichts sagen – auch nicht, wer gefahren ist. Mehr unter Anhörungsbogen.
- Bußgeldbescheid: Gegen ihn haben Sie zwei Wochen ab Zustellung Zeit für einen Einspruch.
- Verjährung: Kommt innerhalb von sechs Monaten nach dem Verstoß keine Post, kann der Verstoß verjährt sein.
Häufige Fragen: 25 km/h zu schnell
Gibt es bei 25 km/h zu schnell ein Fahrverbot?
Nein, weder für Ersttäter noch für Wiederholungstäter. Die Wiederholungstäter-Regel greift erst ab 26 km/h.
Was kostet 25 km/h zu schnell?
Innerorts 115 € plus 28,50 € Gebühren (143,50 €), außerorts 100 € plus 28,50 € (128,50 €). Dazu kommt 1 Punkt.
Was passiert bei 25 km/h zu schnell in der Probezeit?
Es ist ein A-Verstoß: Es folgen ein Aufbauseminar und die Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre.
Wann wird der Punkt gelöscht?
Zweieinhalb Jahre nach Rechtskraft des Bußgeldbescheids.
Alle Stufen im Überblick finden Sie in der Bußgeldtabelle für Geschwindigkeitsüberschreitungen. Für Lkw, Wohnmobile über 3,5 t und Gespanne gelten strengere Sätze.