Die Autofahrer in Deutschland stehen vor einer neuen Belastungsprobe. Wie der ADAC berichtet, haben die Kraftstoffpreise infolge des Irankriegs im Nahen Osten erneut die psychologisch wichtige 2-Euro-Marke durchbrochen. Nach einer kurzen Phase der Entspannung ziehen die Preise an den Zapfsäulen seit dem 13. März 2026 wieder massiv an.
Am Freitagmorgen kostete der Liter Super E10 im Schnitt 2,083 Euro, während für Diesel sogar 2,208 Euro fällig wurden. Laut ADAC-Experten ist dieser Sprung unmittelbar auf die Volatilität am Rohölmarkt zurückzuführen, wo die Sorte Brent aktuell wieder bei rund 100 US-Dollar pro Barrel notiert.
Wer aus Ärger über die Preise zu schnell von der Tankstelle beschleunigt oder im Stau den Abstand ignoriert, riskiert teure Bußgelder. Prüfen Sie jetzt kostenlos, ob Ihr Bescheid anfechtbar ist.
Zum kostenlosen BußgeldcheckBesonders im Fokus der Kritik steht die Preisgestaltung beim regenerativen Kraftstoff HVO100. Obwohl dieser aus Altspeiseölen und Reststoffen besteht und somit unabhängig vom Rohölimport ist, stieg der Preis hier innerhalb von zwei Wochen von 1,74 Euro auf 2,18 Euro (Stand: 10. März).
Angesichts der rasanten Entwicklung plant die Bundesregierung unter Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine kurzfristige Gesetzesänderung. Tankstellen sollen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich erhöhen dürfen – ähnlich dem bewährten Modell in Österreich.
Ziel dieser Maßnahme ist es, den täglichen „Preispoker“ zu beenden, bei dem die Kosten teilweise im Stundentakt schwanken. Der ADAC begrüßt den Vorstoß, mahnt jedoch an, dass dies allein keine unangemessenen Preissteigerungen verhindern kann, solange der Marktdruck durch die Mineralölkonzerne bestehen bleibt.
Die Ursache für die Marktturbulenzen liegt in der Geopolitik. Seit Beginn des Irankriegs ist die Straße von Hormus – eine der weltweit wichtigsten Routen für Öltanker – teilweise blockiert. Berichte über verlegte Seeminen haben den Ölpreis zeitweise auf bis zu 120 US-Dollar getrieben.
| Ölpreis-Entwicklung Brent (Feb/März 2026) | |
|---|---|
| 27. Februar (Vor Kriegsbeginn) | ca. 72 US-Dollar |
| 09. März (Krisen-Peak) | 120 US-Dollar |
| 13. März (Aktuell) | ca. 100 US-Dollar |
Trotz der hohen Preise gibt es Möglichkeiten, die monatlichen Kosten für Kraftstoff zu senken. Die Redaktion von Bussgeldkatalog.news empfiehlt folgende Maßnahmen:
Die Preisangaben basieren auf Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. Da die Rechtslage zum "Österreich-Modell" noch in der Abstimmung ist, empfehlen wir Autofahrern, weiterhin aktiv Preise zu vergleichen.