Der boomende Einkaufstourismus, insbesondere aus der Schweiz, bringt den Städten an der Grenze hohe Umsätze. Doch Konstanz führt neue Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ein, die nun für Diskussionen sorgen: Ein mobiler Blitzer, im Volksmund „Panzerblitzer Toni“ genannt, überwacht seit kurzem ein neues Fahrverbot für Privatautos rund um den sanierten Bahnhofplatz.
Laut Studien geben Schweizer Konsumenten 2025 rund 9,26 Milliarden Franken im Ausland aus – Konstanz ist ein beliebtes Ziel. Wer nun jedoch ohne Umweg durch die Innenstadt fährt, riskiert ein empfindliches Bußgeld.
"Toni" ist ein Hightech-Gerät, das auf dem sanierten Bahnhofplatz stationiert wurde. Seine primäre Aufgabe ist die gnadenlose Überwachung der Einhaltung eines neuen Fahrverbots für den motorisierten Individualverkehr.
Allerdings erfasst das Radarbild laut Berichten des "Südkurier" zunächst alles, was sich bewegt – inklusive Lieferwagen, Bussen, E-Scootern und sogar Fahrrädern. Jedes erfasste Radarbild muss daher aufwendig manuell geprüft werden, um festzustellen, ob ein Bußgeld rechtens ist.
| Fakten zur neuen Verkehrsüberwachung in Konstanz | |
|---|---|
| Überwachungsgerät | Mobiler Blitzer "Toni" (Spitzname) |
| Überwachter Bereich | Bahnhofplatz Konstanz (saniert) |
| Kontrolliertes Verbot | Fahrverbot für Privatautos |
| Mögliches Bußgeld | 50 Euro bei Verstoß |
| Ziel der Maßnahme | Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Sicherheit |
Das Fahrverbot zielt darauf ab, den Verkehr rund um den Bahnhof sicherer zu machen und zu beruhigen. Für die stark frequentierten Schweizer Einkaufstouristen bedeutet dies jedoch, dass der Weg zu Innenstadtgeschäften oder dem Lago-Center komplizierter wird. Sie müssen nun Umwege in Kauf nehmen, um das Bußgeld von 50 Euro zu vermeiden.
Wer das Fahrverbot missachtet, riskiert ein Verwarnungsgeld von 50 Euro. Obwohl die Stadt betont, dass es primär um die Verkehrssicherheit geht und nicht um Einnahmen, dürfte die harte Überwachung durch "Toni" bei vielen Pendlern und Urlaubern für Unmut sorgen, die nur kurz zum Einkaufen stoppen wollen.
Die Stadt Konstanz will mit der Maßnahme die Aufenthaltsqualität und Sicherheit auf dem wichtigen Platz erhöhen. Für alle, die Konstanz besuchen, heißt es ab sofort: Sich über die neuen Verkehrsführungen informieren oder bereit sein, das erhöhte Bußgeld in Kauf zu nehmen.