Wer in den Weihnachtsferien oder an Wochenenden auf dem Weg in den Süden (Österreich, Italien) ist, muss sich auf eine drastische Maßnahme einstellen. Was viele bisher nur aus Tirol kannten, wird nun auch in Bayern Realität: Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr.
Die betroffenen Landkreise (u.a. Rosenheim, Berchtesgadener Land und neu: Ostallgäu) wollen verhindern, dass Autofahrer bei Stau von der Autobahn flüchten und die kleinen Dörfer verstopfen. Die Polizei wird an kritischen Tagen präsent sein und die Einhaltung rigoros überwachen.
Neu ab Dezember 2025: Auch an der A7 (Ulm – Füssen) und der B2 bei Farchant greifen die Sperren noch vor Weihnachten.
Die Verbote werden meist kurzfristig aktiviert – typischerweise von Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen, wenn die Autobahnen überlastet sind. Achten Sie auf das Verkehrszeichen 250 (Verbot für Fahrzeuge aller Art) mit Zusatzschildern.
A8 (München – Salzburg) & A93 (Inntaldreieck – Kufstein):
Hier sind besonders viele Anschlussstellen im Landkreis Rosenheim und Berchtesgaden betroffen. Wer hier abfährt, um den Stau zu umfahren, steht vor gesperrten Landstraßen:
A7 (Ulm – Füssen):
Ganz neu betroffen ist der Bereich vor dem Grenztunnel Füssen. Um Verkehrschaos in Orten wie Nesselwang, Pfronten oder Füssen zu vermeiden, arbeitet das Landratsamt Ostallgäu an entsprechenden Anordnungen.
B2 (Garmisch-Partenkirchen):
Eine Premiere gibt es an der Bundesstraße 2: Die Gemeinde Farchant führt als erste Kommune an einer Bundesstraße ein Abfahrtsverbot ein, um die Blockabfertigung vor dem Tunnel nicht in den Ort zu verlagern.
Die Polizei versteht bei diesen Sperren keinen Spaß. Wer die Verbotsschilder ignoriert ("Das Navi hat es aber angezeigt"), muss mit direkten Konsequenzen rechnen:
Die Verbote richten sich gezielt gegen den reinen Durchgangsverkehr (Transit). Wer ein berechtigtes Interesse hat, darf die Straßen weiterhin nutzen.
Das gilt als Ausnahme:
Tipp: Halten Sie bei Kontrollen entsprechende Nachweise (Buchungsbestätigung, Navi-Ziel) bereit, um Diskussionen zu vermeiden.